Ein Airfryer verbraucht je nach Modell zwischen 1.400 und 2.400 Watt. Bei einer typischen Nutzung von 20 Minuten und einem Strompreis von 0,30 Euro pro kWh entstehen Kosten von etwa 0,14 bis 0,24 Euro pro Nutzung. Im Vergleich zum Backofen spart ein Airfryer in den meisten Fällen 30 bis 50 Prozent Energie.
Der Stromverbrauch ist für viele Käufer ein entscheidendes Argument für oder gegen einen Airfryer. Zu Recht – denn bei täglicher Nutzung summieren sich selbst kleine Unterschiede über das Jahr zu spürbaren Beträgen. In diesem Artikel rechnen wir konkret durch, was ein Airfryer wirklich kostet, wo er gegenüber dem Backofen spart und wie du den Verbrauch weiter reduzieren kannst.
Wie viel Watt hat ein Airfryer?
Die Leistungsaufnahme eines Airfryers hängt direkt von seiner Größe und Ausstattung ab. Als Faustregel gilt: Je größer das Fassungsvermögen, desto höher die Wattzahl.
| Gerätekategorie | Typische Leistung | Beispielmodelle |
|---|---|---|
| Kompakt (bis 4 Liter) | 1.200 – 1.500 W | Princess 182082, Philips 3000 S |
| Mittelgroß (4–6 Liter) | 1.500 – 1.800 W | Cosori Pro LE, Philips 3000 XL |
| Groß (6–8 Liter) | 1.700 – 2.000 W | Moulinex Easy Fry XXL |
| XXL / Dual Zone | 2.000 – 2.400 W | Ninja Dual Zone AF300EU |
Wichtig: Die angegebene Wattzahl ist die maximale Leistungsaufnahme. Im Betrieb regelt der Airfryer die Leistung je nach eingestellter Temperatur und Garphase automatisch herunter. Der tatsächliche Durchschnittsverbrauch liegt in der Regel 20 bis 30 Prozent unter dem Maximalwert.
Airfryer Stromverbrauch berechnen: So geht es
Die Formel ist einfach:
Beispiel: Philips Airfryer 3000 XL (1,7 kW) × 0,33 Stunden (20 Min.) × 0,30 €/kWh = ca. 0,17 Euro
Konkrete Berechnungen für gängige Modelle
| Modell | Leistung | 20 Min. Betrieb | 30 Min. Betrieb | 60 Min. Betrieb |
|---|---|---|---|---|
| Princess 182082 | 1.400 W | 0,14 € | 0,21 € | 0,42 € |
| Cosori Pro LE | 1.750 W | 0,18 € | 0,26 € | 0,53 € |
| Philips 3000 XL | 1.700 W | 0,17 € | 0,26 € | 0,51 € |
| Moulinex Easy Fry XXL | 1.500 W | 0,15 € | 0,23 € | 0,45 € |
| Ninja Dual Zone | 2.400 W | 0,24 € | 0,36 € | 0,72 € |
Alle Werte basieren auf einem Strompreis von 0,30 Euro pro kWh. Liegt dein Strompreis höher oder niedriger, passe die Rechnung entsprechend an.
Airfryer vs. Backofen: Wer verbraucht wirklich weniger Strom?
Das ist die entscheidende Frage für alle, die über einen Airfryer nachdenken. Die Antwort ist eindeutig – aber mit einem wichtigen Vorbehalt.
Warum der Airfryer fast immer sparsamer ist
Ein herkömmlicher Backofen hat eine Leistungsaufnahme von typischerweise 2.000 bis 3.500 Watt und benötigt zusätzlich 10 bis 15 Minuten Vorheizzeit. Ein Airfryer ist in 2 bis 3 Minuten betriebsbereit und erhitzt nur den deutlich kleineren Innenraum.
| Gerät | Leistung | Vorheizzeit | Kosten für Pommes (20 Min.) | Kosten für Hähnchen (30 Min.) |
|---|---|---|---|---|
| Backofen (Ober-/Unterhitze) | 2.200 W | ca. 12 Min. | ca. 0,53 € | ca. 0,79 € |
| Backofen (Umluft) | 1.900 W | ca. 10 Min. | ca. 0,46 € | ca. 0,69 € |
| Airfryer (Mittelklasse) | 1.700 W | ca. 3 Min. | ca. 0,17 € | ca. 0,26 € |
| Airfryer (Ninja Dual Zone) | 2.400 W | ca. 2 Min. | ca. 0,24 € | ca. 0,36 € |
Der Airfryer spart gegenüber dem Backofen bei einem typischen Gericht 50 bis 70 Prozent der Energiekosten – weil er schneller heizt, weniger Raum erhitzt und durch die kürzeren Garzeiten insgesamt kürzer läuft.
Der einzige Fall, wo der Backofen vorne liegt
Wenn du sehr große Mengen zubereitest – zum Beispiel einen ganzen Braten für 6 Personen oder mehrere Bleche gleichzeitig – ist der Backofen effizienter. Der Airfryer muss dann mehrere Durchgänge absolvieren, während der Backofen alles auf einmal schafft. Für Portionsmengen bis ca. 1 kg ist der Airfryer aber fast immer die sparsamere Wahl.
Airfryer vs. Mikrowelle: Was ist sparsamer?
Eine Mikrowelle verbraucht in der Regel 700 bis 1.200 Watt und ist damit deutlich sparsamer als ein Airfryer. Für das reine Aufwärmen von Speisen ist die Mikrowelle die günstigste Option. Beim Garen, Bräunen und Knusprigmachen liefert sie aber keine vergleichbaren Ergebnisse – das ist das Terrain des Airfryers.
| Gerät | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Mikrowelle | Aufwärmen, sehr günstig im Betrieb | Kein Bräunen, keine knusprigen Ergebnisse |
| Airfryer | Knusprig garen, bräunen, backen | Höherer Verbrauch als Mikrowelle |
| Backofen | Große Mengen, vielseitig | Hoher Verbrauch, lange Vorheizzeit |
Jahreskosten: Was kostet ein Airfryer im Jahr?
Wer seinen Airfryer täglich für durchschnittlich 20 Minuten nutzt, kommt auf folgende Jahreskosten:
| Modell | Kosten pro Nutzung | Jahreskosten (tägl. 20 Min.) | Ersparnis ggü. Backofen/Jahr |
|---|---|---|---|
| Cosori Pro LE (1.750 W) | ca. 0,18 € | ca. 65 € | ca. 128 € |
| Philips 3000 XL (1.700 W) | ca. 0,17 € | ca. 62 € | ca. 131 € |
| Ninja Dual Zone (2.400 W) | ca. 0,24 € | ca. 88 € | ca. 105 € |
| Backofen Umluft (1.900 W) | ca. 0,46 € | ca. 168 € | – |
Die Ersparnis gegenüber dem Backofen beträgt je nach Modell 100 bis 130 Euro pro Jahr bei täglicher Nutzung. Damit hat sich ein Mittelklasse-Airfryer für 80 bis 100 Euro in weniger als einem Jahr amortisiert – allein durch die eingesparten Stromkosten.
5 Tipps, um den Stromverbrauch deines Airfryers zu senken
Auch wenn der Airfryer bereits sparsam ist, kannst du mit ein paar Handgriffen noch weiter sparen:
- Vorheizen nur wenn nötig: Für die meisten Gerichte ist kein Vorheizen erforderlich. Nur bei Fleisch oder wenn du ein besonders knuspriges Ergebnis willst, lohnt es sich, den Airfryer 2 bis 3 Minuten vorzuheizen.
- Den Korb nicht überladen: Ein zu voller Korb verlängert die Garzeit und erhöht damit den Verbrauch. Lieber in zwei kleineren Chargen garen – das spart Zeit und Strom.
- Die richtige Temperatur wählen: Höher ist nicht immer besser. Viele Gerichte gelingen bei 180 °C genauso gut wie bei 200 °C – und brauchen nur wenig länger.
- Restenergie nutzen: Schalte den Airfryer 2 bis 3 Minuten vor Ende der Garzeit aus. Die gespeicherte Wärme reicht oft aus, um das Gargut fertigzustellen.
- Gerät nach dem Kochen sofort vom Netz trennen: Manche Modelle verbrauchen im Standby-Modus noch 1 bis 3 Watt. Bei täglicher Nutzung kommt das über das Jahr auf einige Euro.
Welcher Airfryer ist am sparsamsten?
Wer möglichst wenig Strom verbrauchen möchte, sollte nicht zwingend das kleinste Modell kaufen. Entscheidend ist das Verhältnis aus Leistung und Garzeit. Ein leistungsstarker Airfryer wie der Ninja Dual Zone hat zwar 2.400 Watt, gart aber so schnell, dass die Gesamtenergie pro Gericht nicht höher ausfällt als bei schwächeren Modellen.
Als Faustregel gilt: Ein Airfryer mit 1.500 bis 1.800 Watt bietet für die meisten Haushalte das beste Gleichgewicht aus Gargeschwindigkeit und Energieverbrauch.
Häufige Fragen zum Airfryer Stromverbrauch
Fazit: Lohnt sich der Airfryer beim Stromverbrauch?
Eindeutig ja. Ein Airfryer verbraucht im Vergleich zum Backofen in den meisten Alltagssituationen 50 bis 70 Prozent weniger Energie. Bei täglicher Nutzung spart das über das Jahr 100 bis 130 Euro Stromkosten – womit sich ein günstiges Modell bereits nach wenigen Monaten amortisiert hat.
Wer auf den Stromverbrauch achtet, sollte ein Modell mit 1.500 bis 1.800 Watt wählen. Das bietet das beste Gleichgewicht aus Gargeschwindigkeit, Ergebnis und Energieeffizienz.
Hast du Fragen zum Stromverbrauch deines Airfryers?
Schreib dein Modell und deine Frage in die Kommentare – ich rechne es gerne konkret für dich durch.





